Mein Alltag als Märchenerzählerin

Wenn ich gefragt werde, wie ein Tag als Märchenerzählerin aussieht, merke ich oft, wie schwer sich das in Worte fassen lässt.

Denn meistens sieht man nur einen kleinen Ausschnitt davon,
zugegeben: Den schönsten!

Nämlich den Moment, in dem ich erzähle und die Kinder zuhören.

Was man nicht sieht, sind all die Momente davor und danach.

 

In diesem Blogbeitrag nehme ich dich mit durch die verschiedenen Bereiche meiner Arbeit als Märchenerzählerin. 

Märchen & Instrumente

Wie ich Märchenbücher wälze, überlege, welche Geschichten mich berühren, welche zu einem bestimmten Thema passen und welche ich wirklich erzählen möchte.

 

Wie ich diese Märchen lese, mich mit ihrer Symbolik und ihren wesentlichen Elementen auseinandersetze und sie in eine Version bringe, die sich für mich stimmig anfühlt.

 

Wie ich passende Instrumente suche, mir überlege, wo ich sie einsetze und dann alles immer wieder übe.

Organisation & Packen

Und natürlich gibt es auch den Teil, der weniger zauberhaft wirkt, aber genauso dazugehört:

Website updaten, Mails schreiben & beantworten, Flyer gestalten & versenden, Telefonate, Absprachen, Daten abmachen, Buchhaltung, …

 

Vor einem Auftritt wird es dann konkret: Ich packe alle Utensilien (Tücher, Lichterkette, Instrumente, Märchenkleidung) und überprüfe mehere Male, ob ich auch wirklich nichts vergessen habe. Dann übe ich die Märchen noch einmal und lege alles für den nächsten Tag bereit. 

Der Erzähltag

Am Erzähltag selbst beginnt es früh: Märchenhaft anziehen & schminken, Auto packen, Tee vorbereiten, losfahren, ankommen, ausladen, aufbauen.  Raum einrichten, dekorieren, Licht und Technik prüfen, Instrumente stimmen, Stimme aufwärmen, durchatmen.

 

Und dann kommen die Kinder!

Ich liebe den Moment, in dem sie den Raum zum ersten Mal betreten, staunend die Klänge hören und in die Märchenwelt eintauchen.

 

Dann beginnt das erste Märchen:

Ich nehme wahr, was die Kinder gerade brauchen, baue vielleicht spontan eine Bewegung ein
oder gebe einem Kind eine kleine Aufgabe, damit es sich gut konzentrieren kann. Daneben erzähle ich das Märchen, spiele die Instrumente und zeige allenfalls gleichzeitig noch Bilder zur Geschichte via Beamer. 

 

Nach den ersten 50 Minuten:  Krz durchatmen, Tee trinken und weiter geht’s mit der nächsten Klasse.

Bis zu drei solcher Einheiten erzähle ich an einem Tag, manchmal sogar an verschiedenen Orten.

Abschluss

Wenn alles vorbei ist, heisst es wieder aufräumen, einpacken, nach Hause fahren, auspacken.

Dann: Rechnung schreiben & versenden, nachklingen lassen,
durchatmen … und von vorne starten. 

 

Mehr oder weniger so sieht mein Alltag als Märchenerzählerin aus.

Und gleichzeitig kein Tag je gleich. Vielleicht ist genau das das Schönste daran. Dass es neben all der Vorbereitung und Struktur immer wieder  Momente gibt, die sich nicht planen lassen.

Momente, in denen etwas entsteht, das noch lange nachklingt.

 

Es ist ein grosses Privileg für mich, als Märchenerzählerin arbeiten zu können und die uralten Weisheitsgeschichten Kindern näher zu bringen.

 

So, hoffentlich habe ich dir einen kleinen Eindruck vermitteln können, was alles zu meiner Arbeit als Märchenerzählerin gehört. Falls dich etwas interessiert, dass ich nicht erwähnt habe, schreib mir doch eine Nachricht!

Herzlich, Nicole

Weitere Blogposts

Magie des Holunders

Ich erzähle, weshalb Holunder den ersten Platz meiner persönlichen «Top-Ten der magischen Pflanzen» belegt und teile 3 Rezepte.

Frühlingsgedanken

Ein Blogpost zur Tag-und-Nachtgleiche: Über Wachstum, Unruhe und das bewusste Stillwerden und präsent sein im Moment.

21 Dinge über mich

In meinem ersten Blogbeitrag auf dieser Seite erfährst du 21 Dinge über mich, die dir ziemlich schnell aufzeigen, wie ich ticke.

Krähenpost

* indicates required

Intuit Mailchimp